Rotzfrech! Die 11. schrägsten Tilly-Wagen

01. Osama bin Baden
Der El-Kaida-Anführer, der ein genüssliches Blutbad in einer
Wanne auf Totenkopffüßen nimmt – da blieb Düsseldorfs
Jecken in der Session 2008 am Zochweg erst mal die Spucke
weg. ,,Osama bin baden“, Tillys freche Antwort auf den
internationalen Terror –
für EXPRESS die Nummer 1 der frechsten Wagen aller Zeiten.

02. Putins Pressefreiheit
Schlicht aber aussagekräftig: Pressefreiheit funktionierte 2009
unter Russlands Staatschef Putin für Tilly nur hinter vorgehaltener
Waffe.

03. Burka-Quartett
Im Jahr 2011 mussten die Moslems beim Zoch dran glauben:
Tilly zeigte den Weg vom Schleier über die Burka zum
zugeschnürten Sack.

04. Hitler zieht blank
Adolf Hitler mit runtergelassener Hose und NPD-Nachgeburt:
Darüber wurde 2007 nicht nur in Düsseldorf herzlich gelacht.

05. Weltjugendtag
Auch nicht ohne: Der Wagen, der 2011 einen Priester mit Kind
auf dem Schoß zeigt, darunter: „Bei uns ist jeden Tag Weltjugendtag!“

06. Selbstmordattentäter
Wirklichkeit und Klischee liegen oft dicht bei einander.Zumindest
für den Wagenbauer. Platz 6 für die Selbstmordattentäter.

07. Präsident in Flammen
Auch Irans Präsident Ahmadinedschad ist immer wieder gern
gesehener „Gast“ auf unserem Zoch. Hier als Hakenkreuz in
Flammen.

08. Nackter Schröder
Im Jahr 2004 hatte Kanzler Gerhard Schröder seiner SPD auf
dem Rosenmontagszug nur noch nackte Tatsachen zu bieten.

09. Zündelnder Meisner
Und immer wieder Kardinal Meisner: 2005 zeigte Tilly ihn als
zündelnden Inquisitor, der es einfach nicht lassen kann.

10. Merkel in Amerika
Angela Merkel musste ebenfalls schon mehrmals für Tillys Wagen
herhalten. 2003 war sie sogar bis zum Hals „in“ Amerika.

11. Homo-Ehe italienisch
Im Jahr 2010 ließ Tilly den damaligen Staatschef Berlusconi und
ein Mafioso die „Homo-Ehe auf italienisch“ demonstrieren.
Express 14.02.2012; von JULIA TODORINC
Die Macher in dieser Session

01. Prinz Thomas Puppe
Dass Thomas Puppe eine echte Stimmungskanone ist,
wussten seine Kollegen von der Bäcker-Innung schon lange,
bevor er in die weiße Strumpfhose geschlüpft ist.
Der 48-Jährige lebt die Prinzenrolle, wie kaum ein anderer vor
ihm. Der wildgewordene Tanzbär mt den Fasanenfedern auf
dem Kopf ist fleischgewordener Frohnsinn in Person.
Egal, wo er mit seiner Venetia Anke auftaucht und das gemein-
same Prinzenpaar-Lied "Düsseldorf heißt Leben" anstimmt,
steht die Narreschar kopf. Ein Puppe-Tanz ist in dieser Session
Pflicht-Programm für jeden Jeck, der standesgemäß durch die Session tanzen will.
Und so viel steht jetzt schon fest:
Düsseldorfs künftiger Anwärter auf den Prinzenposten wird sichordentlich was
einfallen lassen müssen, um das zu toppen.
Prinz Puppe, du bist unsere Nummer 1.

02. Jacques Tilly, der ewige Rebell
Seine eigenen Entwürfe für den Rosenmontagszoch sind noch
streng unter Verschluss, doch für die Konkurrenz aus Köln hat
er nicht mehr als Mitleid und ein müdes Lächeln übrig:
Wagenbauer Jacques Tilly ist zwar alles andere als ein Jeck.
Aber Rosenmontag ohne Tilly - Skandal - das mag sich in
Düsseldorf niemand vorstellen!

03. Josef Hinkel, der neue Mr. President
Als Bäckermeister bekommt man im Karneval offenbar alles
irgendwie gebacken. Das beweist auch der ofenfrische Präsident
des Comitee Düsseldorfer Karneval: Josef Hinkel. 2008 war er
bereitz eine ganz heiße Nummer. Seitdem holt er Düsseldorfer
Narren-Nachwuchs mit "Pänz en de Bütt" auf die Bühne.
Und sogar die eigenen Pänz mischen fleißig im Karneval mit.
Sohn Johannes sogar als Kinderprinz der Prinzengarde Rot-Weiss.
Olatz 3 für Mr. CC-Presiden!

04. CC-Literat Stefan Kleinehr
Denn wä de Musik bestellt, dä bestemp, wat se spillt - da
kennt sich keiner besser aus, als CC-Literat Stefan Kleinehr.
Egal, ob als Moderator der ARD-Fernsehsitzung, AVDK-
Präsident oder Kopf der Swinging Funfares. Top!

05. Jürgen Rieck
Nein, Frohsinn ist nicht so sein Ding. Trotzdem hält er immer
noch seine wachende Hand über das jecke Treiben in der
Stadt. Wichtige Entscheidungen trifft nur er:
CC-Geschäftsführer Jürgen Rieck

06. Engelbert Oxenfort
Auch wenn er das Steuer offiziell aus der Hand gegeben hat,
CC-Ehrenpräsident Engelbert Oxenfort ist immer noch mitten-
drin im jecken Treiben und bleibt unser Oberjeck ehrenhalber.

07. Hoppeditz Tom Bauer
Pünktlich am 11.11. läutet er die fünfte Jahreszeit ein. In dieser
Sessionhat er die beste Rede seiner fünfjährigen Amtszeit ge-
halten: Unser Platz 7 geht an den Mann, der OB Dirk Elbers
das fürchten lehrt.

08. Zochleiter Hermann Schmitz
Kamelle, der Zoch kütt! Und er ist immer ganz vorne dabei:
Zochleiter Herman Schmitz ist nie um einen frechen Spruch
verlegen. Seine Schrott-Gala im Uerige ist längst absoluter
Kult.

09. Burkhard Brings
Als Präsident der Weißfräcke verleiht er den "Goldenen Lack-
schuh" und traut sich mit seiner traditionellen Schiffstour zum
Dreigestirn in feindliches Gewässer.
Platz 9 für Burkhard Brings

10. Andreas Mauska
Seit Mai ist Andreas Mauska der neue Präsident der KG Regen-
bogen. Und er macht genau da weiter, wo Lothar Hörning auf-
gehört hat: Die Sitzungen der KG Regenbogen sind auch unter
Andreas Mauska spitze!
Express, 13.02.1211. Et Trömmelche, Günther Korth
Diplomatisch? Kann er nicht! Et Trömmelche lässt sich nicht
verbiegen. Und genau deswegen ist der Radschläger-
Präsident Günther Korth unsere Nr. 11.
Diese Karnevals-Kracher bringen jeden zum Schunkeln

01. BOB Band ohne Bart
Wer braucht bitteschön BAP, wenn man genau so gut BOB,
die Band ohne Bart, haben kann! Seit ihrer Gründung 2008
sind Oliver Decker, Goran Kostic, Hannes Krause, Markus Neef,
Kai Oschlies und Cisco Stewart fester Bestandteil des Karnevals.
Dank Hits wie „Es endet immer mit Sauerei“ haben sie eine
Dauerkarte für die Fernsehsitzung und Düsseldorf sogar schon
auf der Expo in Shanghai vertreten.
Platz eins für die Botschafter des jecken Brauchtums!

02. Swinging Funfares
Egal, ob Gänsehaut-Cover von Tina Turners „Simply the best“
oder Fetenhits wie das „Zwergenlied“, - die Swingings geben
auf jeder Party den Ton an.

03. Alt Schuss
Von wegen gute Mundartbands gibt’s nur in Köln. Mit janz viel
Hätz und Düsseldorf-Jeföhl haben sich Alt Schuss auf Platz 3
gespielt

04. Düssel-Disharmoniker
In ihrer letzten Session schunkeln sich die Düssel-Disharmoniker
noch mal in die Fan-Herzen. Hits wie „Da schwimmt ne Kölner“,
bleiben ewig.

05. Achim & Olli
Achim Kirschenberg und Olli Hoffmüller gehören zum Düsseldorfer
Karneval wie „Schlossturm und Lambätes“ zum Rheinpanorama.

06. Heinz Hülshoff
Killerplauze, Köbeskluft und jede Menge Karneval im Blut:
Heinz Hülshoff schunkelt diese Session mit „Alles dat es Düsseldorf“
vorne mit.

07. Michael Hermes
Stimmungsmacher Michael Hermes, der Mann, der uns das
aktuelle Motto-Lied „Hütt Dommer Dröwer Lache“ singt,
ist unsere Nummer 7.

08. Dubb
Auch Düsseldorfs unglaublich Brave Buben, Dubb, dürfen auf
keiner Fete fehlen.
Aktueller Song: „Fortuna Düsseldorf - mein Verein“.

09. De Mukeköpp
Kult-Status haben De Mukeköpp spätestens seit ihrem
„Närrischen Ohrwurm“-Sieg 2009. Ihr „Dudelsack“ bringt
Stimmung in jeden Saal.

10. Ralph Marquis
Stolze 84 Jahre und kein bisschen leise: Düsseldorf-Urgestein
Ralph Marquis. EXPRESS findet: „Henger Dich könn'se sich all'
verstecke!“
Von JULIA TODORINC, Express 08.02.1211. Dirk Kögeler
Es ist immer gut, wenn man einen „Joker“ (Hit: „In de’ Altstadt“)
in der Hinterhand hat. Düsseldorfs Jecken haben ihren eigenen,
er heißt Dirk Kögeler.
Die elf wichtigsten Frauen der Session
1. ANKE CONTI MICA
Unsere amtierende Venetia Anke Conti Mica kam erst vor acht Jahren zum Karneval. Damals befand
sich die Tonnengarde in einer schweren Krise. Anke beschloss dem Traditionsverein zu helfen.
Fünf Jahre später wurde Sie zur Tonnenbäuerin. In dieser Session darf Anke sogar das Narrenzepter
als Venetia schwingen, kommt mit Ihrer herzlichen Art überall bestens an. In acht Jahren von Null an
die Spitze.
Danke, Anke! Su bist unsere Nr. 1!

02. BARBARA OXENFORT
Gemeinsam mit Josef Hinkel gals Barbara Oxenfort als Rekord-
Prinzenpaar (2007/08). Im Jahr darauf hoben beide das Pro-
jekt "Pänz en de Bütt" aus der Taufe. Barbara selbst darf sich
in diesem Jahr über ihr TV-Debüt freuen. Zusammen mit
René le Riche kommentiert sie den Rosenmontagszug

03. Hille Erwin
Dass das Haus des Karnevals seit 2005 in voller Pracht glänzt
und als Karnevalsmuseum den Düsseldorfern offensteht, ist
Hille Erwin und m von ihr mitgegründeten Förderverein zu
verdanken. Sie hatte mit ihrem Verein 375.000 Euro Spenden
für die Renovierung gesammelt.

04. ELLEN SCHLEPPHORST
Sie ist die erste Vorsitzende der Rather Aape und offizielle
Jugendbeauftragte des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC).
Mit Herzblut ist Ellen Schlepphorst für die Kinder im Düssel-
dorfer Karneval da.

05. ANGELA ERWIN
An der Seite von Stefan Kleinehr war Angela Erwin 2002
Venetia.Nach Ihrer Session gründete sie gleich einen Verein.
Und so sind dank ihr alles Ex-Venetien im "Venetienclub"
vereint. Vereinsfarbe: Pink!

06. URSULA GERLING
Die Tanzgarde der Katholischen Jugend ist in jeder Session
der Hingucker auf der Bühne. Ihren Erfolg haben die Mädels
mit den flinken Beinen ihrer Leiterin zu verdanken:
Ursula Gerling

07. ASTRID BRAUCKHOFF
Seit 2006 ist Astrid Brauckhoff Vorsitzende des Amazonen-
korps. Sie ist die Chefin eines Vereins mit 32 weiblichen
Mitgliedern, der seit November 2011 offizielle Leibgarde
von CC-Präsident Josef Hinkel ist.

08. JANINE KEMMER
Als Janine Kemmer 2003 zu den Düsseldorfer Originalen kam,
gelang es ihr in kurzer Zeit, die Jugentruppe auftrittsreif in
Szene zu setzen. Auch als Präsidentin der Prunksitzung ist
Janine nicht zu bremsen.

09. REBECCA FRANKENHAUSER
Seit über zwanzig Jahren wirbelt Rebecca Frankenhauser
als Tänzerin mit der Tanzgarde der Katholischen Jugend (KaKaJu)
durch die Sitzungssäle. Und damit nicht genug: Als Trainerin
macht sie sogar den Männern Beine. Rebecca coacht Deutschlands
einziges männliches Tanzpaar, die Jungs der KG Regenbogen.

10. NINA-THEA UNGERMANN
Sie stammt nicht nur aus der der bekannten Brauerei-Familie
Schnitzler-Ungermann, Nina-Thea Ungermann scheint auch
von kleinauf mit dem Jecken-Virus infiziert zu sein! Stets in neue,
ausgefallenen Kostüme gekleidet, nimmt sie an allen wichtigen
Veranstaltungen teil.
Express, 07.02.1211. GERDA WITZEL
Seit 1962 ist Gerda Witzel die gute Fee der Prinzengarde.
Hat einer einen Knopf verloren, näht sie Ihn an der Uniform
wieder an . Außerdem kümmert sie sich um Vereinsmaskottchen
Strubbel. Täglich besucht sie den Esel im Reitstall und geht mit
ihm spazieren.
RP 16.01.2012
NRZ, 16.01.2012
Express 17.01.2012
Zwei neue Quartiere für das Prinzenpaar
Düsseldorf (RP). Ob die beiden wirklich ihre 70 Quadratmeter großen Suiten im SAS Radisson Media Harbour Hotel beziehen werden? Kann sein, dass sie sich zwischendurch mal ausruhen, dass sie zwischen all dem Trubel die Beine hochlegen wollen.
Vorhang zu: In der Pfefferstube in der Schumacher-Brauerei können Thomas Puppe und Anke Conti Mica mit ihrem Gefolge auch ungestört sein. Foto: busskampWenn, dann könnten sie das in schicker Umgebung tun: Denn Prinz Thomas II. und Venetia Anke steht jeweils ein großzügiges Zimmer in dem Haus zur Verfügung. "Das machen wir jetzt schon im sechsten Jahr", erzählt Hoteldirektor Dieter Ulbricht gestern gut gelaunt.
Das eine Prinzenpaar nutze das Angebot eben weniger, das andere häufiger. Normalerweise würden die Zimmer pro Nacht 480 Euro kosten – und sind natürlich während der Boot-Messe einige Tage lang auch bereits fest vermietet. Und falls sich Thomas Puppe und Anke Conti Mica dort ausruhen, können sie das auf ihren ganz persönlichen schneeweißen Kissen tun: Ulbricht hat eines für die Venetia, eines für den Prinzen mit ihrem Namen in roten Buchstaben besticken lassen.
Wesentlich größer ist dagegen der Namenszug der beiden ein paar Ecken weiter, an der Oststraße. Seit gestern flattern in Höhe des ersten Stocks am Haus der Brauerei Schumacher zwei riesengroße Fahnen. Eine in rot-weiß für den Prinzen, eine in blau-weiß für die Venetia. "Das ist unser Geschenk an die beiden", freut sich Junior-Chefin Nina-Thea Ungermann. Sie bietet dem Prinzenpaar nun schon im vierten Jahr das zweite Hauptquartier während der Session an – und es kann gut sein, dass die jecken Majestäten und ihr Gefolge das Angebot etwas mehr als die Hotelbetten in Anspruch nehmen werden.
"Die müssen einfach nur kurz anrufen, dass sie auf dem Weg sind – und dann gibt's eine schnelle Suppe oder eine Frikadelle", erklärt Ungermann das närrische Quartiers-Konzept. Gestern wurde die kleine Pfefferstube erst einmal dem Prinzenpaar übergeben – mit viel Musik vom Werstener Fanfarencorps und kleinem Fingerfood. "Wir haben extra Lasagne gemacht, damit Venetia Anke nicht auf ihre geliebte Pasta verzichten muss." Und so langsam geht die Session für die beiden Jecken auch richtig los.
Gestern war erste Stellprobe auf der Bühne für die Fernsehsitzung, heute findet die Sitzung dann statt. Morgen sind acht Termine: Rheinzeit Helau mit center.tv, Auftritte im Südstern, in der Kinderkrebsklinik oder im Lokal Pumpernickel, zwischendurch wird das Prinzenpaar in der Metro gegen Süßigkeiten aufgewogen, am Abend geht es dann in den Heimatstadtteil der Venetia, nach Niederkassel, wenn das Tonnenbauernpaar gekürt wird. Sonntag fahren sie von einem Frühschoppen zum nächsten, bis nachmittags bei der Awo-Sitzung erst mal Feierabend ist.
Montag geht es dann weiter . . .
RP 28.11.11
RP 09.11.11
Expree 09.11.11
RP031111
RP031111
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CC-Präsident Josef Hinkel im Interview
"Wieso keine ausländische Venetia?"
zuletzt aktualisiert: 03.10.2011 - 13:08
Düsseldorf (RP). Der neue CC-Präsident Josef Hinkel will keinen abrupten Bruch,
aber dennoch in der Narren-Führung einiges verändern. Der Düsseldorfer Karneval
solloffener werden, seine Besonderheiten betonen.
Sie sind einstimmig zum neuen Präsidenten des Comitee Düsseldorfer Carneval gewählt
worden – was passiert jetzt als erstes?
Hinkel Mir ist wichtig, dass der Wechsel nicht wie ein Bruch wirkt, sondern es sollte ein
fließender und harmonischer Übergang sein. Wir wollen auf dem bisher Erreichten aufbauen,
einiges auch weitermachen.
Der Vorstand ist in weiten Teilen neu, bringt das Reibungsverluste am Anfang?
Hinkel Natürlich muss sich der neue Vorstand erst einmal finden.
Man wird sehr genau hinsehen, was Sie tun – und wie Sie es tun.
Hinkel Ja, sicher, das weiß ich. Und ich werde sehr schnell klar machen, dass ich einen eigenen Führungsstil habe. Das wird so ähnlich ablaufen wie in meiner Firma, dort habe ich ja seit Jahren Erfahrungen gesammelt, wie man ein Team leitet.
Und wie läuft das?
Hinkel Ich setzte auf die Verantwortlichkeit und Kompetenz des Einzelnen. Darauf muss ich
mich verlassen können und will mich auch verlassen. Auch im CC muss die Verantwortung bei
den Ressortleitern liegen. Als Präsident sehe ich mich eher als Leitfigur, der Aufgaben delegiert
und überhaupt nicht der Meinung ist, alles selbst machen und kontrollieren zu müssen. Ich habe
kein Problem damit, mit starken Leuten zusammen zu arbeiten. Leiten und bündeln, so sehe ich
meinen Job.
Aber dennoch werden Sie sehr persönlich Schwerpunkte setzen müssen.
Hinkel Das werde ich auch tun. Mein Vorgänger hat sich lobenswert um die Kinder im Karneval gekümmert, und das werde ich mit meinem Team auch weitermachen, aber auf breitere Füße
stellen. Ich finde, dass man sich auch um die Jugendlichen kümmern muss.
Wie wollen Sie die ansprechen?
Hinkel Zum Beispiel über die Musik. Ich bin sicher, dass es – wie in Köln – auch in Düsseldorf
viele Bands und andere Musiktalente gibt, die man finden und für den Karneval präsentieren
kann. Diese jungen Musiker will ich fördern und damit die Jugend für den Karneval begeistern.
Das werden wir auch über das Schulamt tun: Wir nehmen Kontakt zu Schulen auf und werden
dort gezielt versuchen, Musikstücke zu komponieren und für den Karneval auf die Bühne zu
bringen. Das gleiche gilt für Redner: Ich finde, man muss dem Nachwuchs eine Chance geben
– auch wenn er frech ist und übers Ziel hinausschießt.
Wird sich der Außenauftritt des Karnevals unter Ihrer Führung verändern?
Hinkel Ganz sicher. Wir haben schon eine neue Symbolfigur entwickelt: Der Bergische Löwe
in verschiedenen Kostümierungen. Dieses Maskottchen werden wir künftig nutzen, um dem
Karneval ein Gesicht zu geben. Mit der Brauerei Schlösser haben wir ein Abkommen, die
werden die Figur nutzen. Außerdem wird es Merchandising-Produkte geben, die man kaufen
und dem CC so Umsatz bringen kann.
Das erinnert an den Fuchs von der Hausbrauerei Füchschen, der auch in den verrücktesten
Kostümen auftaucht
Hinkel Ja, genau. Unter Füchschen-Chef Peter König als CC-Präsident hat es auch schon mal
eine solche Idee gegeben. Ich greife das jetzt auf und zusammen mit Wagenbauer Jacques Tilly
haben wir das weiter entwickelt. Wir sind eine Stadt der Kreativen, wir haben Jacques Tilly
– das müssen wir nutzen und dem Düsseldorfer Karneval ein eigenes, pfiffiges Profil geben.
Denn das hat der Düsseldorfer Karneval, und das müssen wir herausstellen. Wir sind frech,
kreativ, international. Es hat keinen Sinn zu versuchen, andere zu imitieren – wir haben unseren
eigenen Stil, und der ist sehr gut.
Bleiben wir bei der Vermarktung, auch da könnte man einiges verbessern.
Hinkel Ja, beispielsweise beim Rosenmontagszug. Wir werden prüfen, ob sich exklusive
Tribünen auf der Kö vermitteln lassen. Aber dann auch wirklich mit allem, was dazu gehört
– eigene Moderation, Catering, Toiletten, Kinderbetreuung. Das müsste doch laufen.
Außerdem finde ich, dass man sowohl am Flughafen wie auch am Hauptbahnhof sofort sehen
muss, dass wir hier eine Karnevalshochburg sind. Dazu werden wir den Bergischen Löwen
benutzen.
Wie sehen Sie die Rolle des Prinzen und der Venetia künftig?
Hinkel Ich meine nicht, dass wir diese beiden so wichtigen Positionen besetzen sollten, weil
ein Verein meint, nun "dran zu sein", ein Jubiläum hat oder ähnliches. Der Beste und die Beste
muss gewählt werden, denn das Paar repräsentiert nicht nur den Karneval, sondern die ganze
Stadt, und das in ganz Deutschland und noch weiter. Ich werde vorschlagen, sich da viel mehr
zu öffnen. Warum nicht mal einen zum Prinzen machen, der von außen kommt? Warum nicht
mal eine ausländische Venetia? Am liebsten wäre mir eine Japanerin, denn schließlich sind wir
eine große Japanische Gemeinde hier. Ich finde, man muss über all diese Dinge nachdenken.
Das war ja immer ein Thema die letzten Jahre: Wo wird der Prinz gekürt, und von wem?
Wie soll das Hoppeditzerwachen ablaufen?
Hinkel In einem bin ich mir sicher: Den Prinz und die Venetia muss der Oberbürgermeister küren.
Das war früher so, und das will ich wieder so einrichten. Denn immerhin übergibt der OB dem
Prinzen den Schlüssel fürs Rathaus. Dieses Jahr wird das am 18. November so sein. Das
Hoppeditzerwachen könnte man auch mal anderswo machen, als großes Event im ISS Dome
oder in der Arena – es kommt immer drauf an, wie man das vermarktet.
Sie haben über Offenheit gesprochen, gilt das auch für den CC-Vorstand selbst?
Hinkel Auf jeden Fall. Künftig wird es das nicht mehr geben, dass einige wenige alles wissen
und dieses Wissen für sich behalten. Ich finde, wir müssen transparenter agieren, und das werde
ich auch fördern.
Der Generationswechsel ist nur in Teilen vollzogen, Sie werden für ein Jahr noch mit
Jürgen Rieck als Geschäftsführer arbeiten müssen.
Hinkel Und das finde ich auch gut so, denn wir alle wollen und werden von seinen großen
Erfahrungen profitieren. Aber in diesem Jahr werde ich dafür sorgen, dass Rieck sein Wissen
weitergibt. Und nächstes Jahr im September wählen wir dann einen neuen Geschäftsführer.
Und für diese Aufgabe gibt es auch schon einen Kandidaten?
Hinkel Ich habe ja mehrmals klar gesagt, das Dino Conti Mica mein Wunschpartner in der
Führung des CC ist. Dabei bleibe ich auch.
Hans Onkelbach führte das Gespräch.
Info
Ex-Prinz und Bäcker
Josef Hinkel ist Bäckermeister und Inhaber der Bäckerei Hinkel, die in der Karlstadt und
am Carlsplatz Filialen hat.
Hinkel kommt aus einer Familie mit jecker Tradition: Sein Vater Kajo war Ende der 80er Jahre
Prinz, er selbst war Kinderprinz im Jahr 1972 und gemeinsam mit Barbara Oxenfort als Venetia
Prinz in der Session 2008.
Er ist verheiratet mit Nicole, die beiden haben fünf Kinder: Sophie (15), Johannes (12),
Josef (8), Hanna (6) und Franziskus (3). Die Familie lebt in der Karlstadt.
Express, 30.09.2011
1. Präsident Josef Hinkel
2. Vizepräsident Michael Laumen
3. Vizepräsident Dr. Rolf Herpens
4. Geschäftsführer Jürgen Rieck
5. Schatzmeister Markus Plank
6. stellv. Schatzmeister Jörg Brandenburg
7. Rosenmontagszugleiter Hermann Schmitz
8. Wagenbauleiter Wolfgang Becker
9. Schriftführerin Birgitt Müller
10. Prinzenpaarführer Marc Frankenhauser
11. Archivar Peter Weber
12. Literat Stefan Kleinehr
13. Pressesprecher Peter Suchand
14. Jugendbeauftragte Ellen Schlepphorts
Ehrenpräsident Engelbert Oxenfort
Narren wählen ihren neuen Chef
zuletzt aktualisiert: 28.09.2011 - 09:10
Düsseldorf (RP). Für die Düsseldorfer Narren geht an Mittwochabend eine Ära zu Ende:
Der Präsident des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC), Engelbert Oxenfort, wird auf
der Versammlung des CC im Henkelsaal zurücktreten und damit den Weg frei machen
für seinen designierten Nachfolger, Ex-Prinz Josef Hinkel.
Das ist seinerzeit so abgesprochen worden, und obwohl Oxenfort zwischenzeitlich den Entschluss
so eng gefasst nicht sehen wollte, gibt er heute Abend doch dem Druck anderer Ober-Narren nach
und stellt sein Amt zur Verfügung. Das hatte er seinerzeit von dem überraschend zurückgetretenen
CC-Präsidenten Peter König ohnehin nur unter der Maßgabe übernommen, eine Art
Übergangskandidat zu sein, um einen Generationswechsel einzuläuten. Aber daraus wurde dann
eine mehrjährige Amtszeit, in der sich Oxenfort mehr und mehr wohl fühlte in seiner Bedeutung.
Zuletzt jedoch machte auch Nachfolgekandidat Josef Hinkel Druck. Er hatte sich voriges Jahr
bewusst für lediglich ein Jahr zum Vize-Präsidenten wählen lassen, weil er davon ausging, Oxenfort
zu beerben. Als diese Absprache zu wackeln schien, machte Hinkel allen klar, dass er für eine
weitere Wartezeit nicht zur Verfügung stehen würde. Weil man das nicht riskieren wollte, gab es
auch von anderer Seite Druck auf Oxenfort, dem Nachwuchs eine Chance zu geben.
Der CC-Vorstand wird zwar auch auf anderen Posten erneuert, aber vor allem war mit Spannung erwartet worden, wer denn nun neuer Geschäftsführer wird. Das war bis vor einigen Monaten
Jürgen Rieck, der einen anerkannt guten Job machte und das CC vor der Pleite rettete. Weil er
sich aber mit Oxenfort und anderen Narren überwarf, trat er zurück, betreute das Amt aber bis
heute kommissarisch. Nun jedoch steht fest: Rieck (derzeit wegen Krankheit nicht in der Lage, persönlich teilzunehmen), will sich heute Abend wiederwählen lassen. Schriftlich wird er seine
Kandidatur erklären und man geht davon aus, dass er auch gewählt werden wird.
Diese für viele überraschende Wende hat folgenden Hintergrund: Der (vermutlich) neue
Präsident Josef Hinkel braucht den erfahrenen CC-Strippenzieher Jürgen Rieck für eine Einarbeitungsphase. Keiner kennt die Feinheiten und wirtschaftlichen Zusammenhänge im Winterbrauchtum besser als der gebürtige Berliner Rieck. Hinkel hat daher im Hintergrund immer
dafür gefochten, Rieck im Amt zu lassen – auch wenn die beiden persönlich nicht immer gut
klarkamen.
Außerdem: Der designierte Nachfolger Riecks, Dino Conti Mica, hat so ebenfalls noch Zeit, sich
warm zu laufen. Genauer: Ein Jahr lang soll er lernen, was es bedeutet, CC-Geschäftsführer zu
werden. Rieck will sich nämlich ebenfalls nur für ein Jahr wählen lassen. Conti Mica würde also
erst im Herbst 2012 nachrücken. Damit würde man einigen Kritikern aus den eigenen Reihen den
Wind aus den Segeln nehmen, denn Conti Micas Ehefrau Anke ist die Venetia der bald beginnenden Session. Wäre der Venetien-Ehemann schon jetzt zum neuen CC-Geschäftsführer gewählt worden,
wäre diese „Ballung“ von einigen Vereinen mit scheelem Blick verfolgt worden.
Rückt Conti Mica erst 2012 nach, hat man das elegant umgangen. Als Vizepräsident kandidieren
will Rolf Herpens, bisher Vize bei der Prinzengarde Blau-Weiss. Und Marc Frankenhauser,
Ehemann der amtierenden Venetia Rebecca und mehrere Jahre Chefadjutant der Tollitäten, soll Prinzenführer werden. Eines dürfte sicher sein. Die Karnevalisten werden Engelbert Oxenfort, der
höchst ungern sein Amt aufgibt, über kurz oder lang zum Ehrenpräsidenten machen. Verdient hat er
es allemal, finden die meisten.
Express vom 26.09.2011
Thomas Puppe ist neuer Prinz Karneval
Düsseldorf (RPO). Anke Conti-Mica und Thomas Puppe sind das nächste Prinzenpaar Düsseldorfs. Engelbert Oxenfort, Präsident des Comitee Düsseldorfer Carneval, stellte die beiden Tollitäten am heutigen Donnerstag im Rathaus vor.
Der Bäckermeister Thomas Puppe und die Architektin Anke Conti-Mica hatten schon im Vorfeld als Favoriten auf die Posten als Prinz Karneval und Venetia gegolten. Bei ihrer Vorstellung im Rathaus war auch Oberbürgermeister Dirk Elber anwesend.
Nach langem Tauziehen war Ende vergangener Woche bekannt geworden, dass das neue Prinzenpaar am heutigen Donnerstag vorgestellt werden soll. Thomas Puppe, ein Freund von CC-Vizepräsident Josef Hinkel, war schon seit Jahren als möglicher Prinz Karneval im Gespräch. Als Moderator der verrückten Sitzung der Bäckerinnung bringt er zudem bereits einiges an karnevalistischer Erfahrung mit.
Die neue Venetia Anke Conti-Mica ist Ehefrau von Tonnengarde-Geschäftsführer Dino Conti-Mica und hat damit auch Karneval im Blut. Tipps für die kommende Session könnte sie sich von ihrer Schwester Ute Heierz-Krings geben lassen. Sie war nämlich vor zwei Jahren Karnevalsprinzessin an der Seite von Prinz Lothar Hörning.
Neuer Prinz: Es gibt drei Bewerber
Düsseldorf (RP) Mitte Juni will das Carnevals Comitee (CC) ein neues Prinzenpaar präsentieren. Traditionell entscheidet CC-Präsident Engelbert Oxenfort über die Bewerber. Mehr denn je rangelt die jecke Chefetage derzeit um die Posten im Vorstand.
Das zeigte sich auch bei der Prinzen-Club-Reise nach Sylt.
eine ganze Reihe von wichtigen Jobs. Daher hatte der Prinzen-Club, der jetzt fast komplett (mit Partnern) zum Miramar-Hotel in Westerland (Sylt) tourte, reichlich Gesprächsstoff in der Hotelbar und beim Abendessen in der urigen Sansibar (Das Essen hatte Club-Präsident Jobsi Driessen mit Duz-Freund und Air-Berlin-Chef Achim Hunold arrangiert.) Da die obersten Narren fast durchweg Mitglied in diesem Verein der Ex-Prinzen sind, waren die Entscheidungsträger (und Konkurrenten)also beisammen.
Das Prinzenpaar Mitte Juni will man das neue Paar präsentieren, durchgesickert ist bereits, dass drei Paare sich ernsthaft beworben haben. Die Entscheidung behält sich der Präsident des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC), Engelbert Oxenfort, vor. Dem Vernehmen nach ist eins der Paare "schwer vermittelbar", eins bereits durchgefallen und eins in der engeren Wahl. Pikant: Oxenfort installiert ein Prinzenpaar, dessen Amtszeit er womöglich nicht mehr als CC-Präsident begleitet, das daher sorgfältig mit seinem Nachfolger abgestimmt werden müsste. Auch CC-Literat (und AVDK-Präsident) Stefan Kleinehr dürfte dabei ein Wort mitreden: Er leitet die TV-Sitzung, weiß um die Bedeutung des großen Auftritts und gilt ohnehin als ehrgeizig und an höheren Posten interessiert.
Der CC-Präsident Wie mehrfach zitiert, pocht Oxenfort darauf, für drei Jahre gewählt zu sein. Das ist korrekt. Richtig ist aber auch, dass es Absprachen mit dem ausgeguckten Nachfolger Josef Hinkel gibt. Der ist als Oxenforts Vize für ein Jahr gewählt und macht keinen Hehl daraus, dass das für ihn die klare Zusage ist, dann nachzurücken. Bei der Mitgliederversammlung Ende September soll das umgesetzt werden: Oxenfort tritt zurück, bei der Neuwahl rückt Hinkel nach. Aber wirklich sicher ist das nicht. Allerdings setzt Hinkel seinen Mentor Oxenfort stark unter Druck, heißt es.
Der CC-Vizepräsident Nur unter der Hand werden Namen genannt. Als sicher gilt lediglich, dass sich ein tatsächlich gewählter Josef Hinkel einen Vize aussuchen würde, mit dem er klarkommt. Wer das sein könnte, wissen nur wenige.
Damit war man einverstanden. Sein Nachfolger soll der von Rieck bevorzugte Dino Conti Mica (Tonnenbauer) werden. Ob das klappt, ist nicht garantiert. Neuestes Gerücht in jecken Kreisen: Zur Wahl des Geschäftsführers wird erneut Rieck vorgeschlagen – und der will auch nochmals antreten. Ob er eine Chance hätte? Auszuschließen ist das nicht in diesem Käfig voller Narren.
Ein zartes Helau mitten im Mai
Mit einem ungewöhnlichen Zug aus Karnevalisten und Schützen präsentierte die Stadt am Samstag ihr Brauchtum. 1800 Teilnehmer marschierten vom Apollo-Platz über den Burgplatz durch die Altstadt, die Zuschauerzahl hielt sich in Grenzen. Ausländische Gäste fanden die Aktion ganz witzig.
Es war ein buntes Bild, das sich am Samstag mittag unter der Rheinkniebrücke aufbaute: Musikgruppen, die KG Regenbogen in ihren Löwen-Kostümen, rot- und blau-weiße Gardisten, sogar eine Kutsche für das Prinzenpaar und das Schützenkönigspaar stand bereit. Zum ersten Mal gab es ein Zusammentreffen von Winter- und Sommerbrauchtum, zogen Schützen und Karnevalisten vereint durch die Straßen. Mit dem Ergebnis, dass einige sogar fröhlich "Helau" riefen. Dieser Brauchtumszug sollte ein Geschenk an die ESC-Gäste sein und ein Stück rheinische Folklore vermitteln. "In Spanien würden wir uns auch die Folklore-Gruppen angucken", meinte ein Zuschauer.
Jubel vor dem Uerige
Eine gute Stunde marschierten die Uniformierten und Kostümierten längs des Rheinufers, über den Burg- und den Marktplatz durch die Altstadtstraßen. Zuschauer standen zwar auf der gesamten Länge, aber mit vielen Lücken und oft nur in einer Reihe. Den größten Jubel gab es vor dem Uerige. "Wir machen das wirklich nur zu Ehren des Oberbürgermeisters", so ein Teilnehmer. "Und viele von uns haben auch gar nicht zugesagt oder kurz vorher wieder abgesagt." So begeistert viele ausländische Gäste waren, die am Zugrand standen, so ambivalent reagierten Düsseldorfer. "Das kann doch wirklich nur ein Dorf machen", sagte einer zynisch und drehte mit seinem Rad sofort wieder ab und fuhr nach Hause. "Selten waren so viele Schützen aus den Stadtteilen mit bei einem solchen Zug", kommentierte ein anderer die hohe Dichte an Schützen aus Reisholz, Garath, Derendorf, Unterbach, Flingern oder Itter. Die Organisatoren der Düsseldorf Marketing Tourismus hatten bei der Vorbereitung aber darauf geachtet, dass nur Uniformierte mitziehen. Und die gibt es bei den Schützen eben mehr als bei den Karnevalisten. Venetia Rebecca kam im tiefblauen langen Kleid zum Umzug. "Eigentlich hatte ich meine Garderobe aus der Karnevalszeit schon weggehängt." Die KG Regenbogen, die Rosenmontag den bergischen Löwen darstellte, hatte sich die Felle aufbewahrt. "Wir wussten ja, dass wir an diesem Zug teilnehmen werden", so Lothar Hörning. Die bunte Truppe zog vorneweg und schwenkte ESC-Länderfahnen. Den Abschluss des Brauchtums-umzugs machte die Band Porno al Forno, die als vermeintliche ESC-Gruppe unter dem Pseudonym "Molvanien Hairline" auftrat.

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Karnevalisten und Eurovision Song Contests |
1.800 Teilnehmer ziehen durch die Düsseldorfer Innenstadt
Anlässlich des Eurovision Song Contests (ESC) wird sich dasDüsseldorfer Brauchtum
am Samstag, 14. Mai, mit einem großenUmzug im Herzen der Altstadt den ESC-Fans
und Gästen derNRW-Landeshauptstadt präsentieren. Schützen, Karnevalisten und
Musikkapellen gestalten gemeinsam den buntenUmzug mitetwa 1.800 Teilnehmern.
Start der insgesamt rund zweieinhalbstündigen Veranstaltung ist um 14 Uhr.
Die 2.300 Meter lange Strecke beginnt am Apollo-Platz, führt an der Rheinuferpromenade
entlang, verläuft über Burg- sowie Rathausplatz, bevor es über Citadellstraße und Berger Allee
wieder zurück zum Apollo-Platz geht.
Circa 650 Karnevalisten, 650 Schützen sowie 500 Musiker, organisiert in 18 Musikkapellen,
werden für beste Stimmung und bunte Eindrücke sorgen. Unterstützt wird die Veranstaltung
durch die Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG (IDR).
Der ESC macht es möglich: Erstmals werden die Düsseldorfer Schützen und Karnevalisten
gemeinsam in einem großen Zug laufen. In vielen Ländern Europas ist die Tradition des
Schützentums und des Karnevals gänzlich unbekannt. „Von daher wird der Brauchtumsumzug
für die Medien und Fans aus ganz Europa besonders interessant“, freut sich DMT-Geschäftsführerin
Dr. Eva-Maria Illigen-Günther.
Angeführt wird der Zug von der Showband „The Devils“. Direkt dahinter läuft die KG Regenbogen
in farbenfrohen Löwenkostümen und mit den Fahnen aller 43 am Eurovision Song Contest
teilnehmenden Länder. Es folgen die Schützen sowie auf Pferden der Düsseldorfer Kurfürst
Jan Wellem samt Gemahlin Anna Maria Luisa de’ Medici. In der Mitte des Zuges gibt es eine
weitere Premiere zu bestaunen. Gemeinsam in einer Kutsche werden das Prinzenpaar der
vergangenen Karnevals-Session und das Schützenkönigspaar durch die Altstadt kutschiert.
Die Karnevalisten bilden die zweite Hälfte des Zugs. Musikalisch untermalt wird der
Brauchtumsumzug von 18 Musikkapellen, die gleichmäßig auf die Zuglänge aufgeteilt werden.
„Düsseldorf ist nicht nur Werbung und Mode – Düsseldorf, das ist auch Brauchtum. Diese
Traditionen spielen in unserer schönen Stadt eine wichtige Rolle und gehören zur Identität
Düsseldorfs wie der Rhein oder das Altbier“, sagt Illigen-Günther und ergänzt: „Dieser Umzug
soll ganz Europa zeigen, wie weltoffen und sympathisch die Düsseldorfer sind, und wie sie dabei
gleichzeitig ihre rheinischen Traditionen liebevoll pflegen.“
Quelle: Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH
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Großer Brauchtumsumzug am Finaltag des Eurovision Song Contest Düsseldorfer Schützen, Karnevalisten und Musikkapellen ziehen am 14. Mai durch die Altstadt
Am 14. Mai steigt das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in der Düsseldorfer Arena.
Am gleichen Tag wird sich das DüsseldorferBrauchtum mit einem großen Umzug im Herzen
der Altstadt den ESC Fans und Gästen der Landeshauptstadt präsentieren. Schützen,
Karnevalisten und Musikkapellen gestalten gemeinsam den bunten Umzug mit über 2400 Teilnehmern.
Start ist um 14 Uhr an derStromstraße. Der Zugweg der rund zweieinhalbstündigen Parade
führtüber Mannesmannufer, Rathausufer, Burgplatz, Marktstraße,Rheinstraße, Akademiestraße, Hafenstraße, Schulstraße, Maxplatz,Orangeriestraße, Bäckerstraße und Bergerallee zurück zur Stromstraße.
Veranstalter ist die Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH.
"Wenn der ESC bei uns am Rhein zu Gast ist, wird Düsseldorf seinen Besuchern und Bürgern ein vielseitiges Rahmenprogramm bieten. Ich bin froh, dass Schützen und Karnevalisten bei diesem einmaligen Ereignis dabei sind und sich präsentieren. Düsseldorf ist eng mit seinen Traditionen verwurzelt – und wir können stolz auf unser gepflegtes Brauchtum sein", sagt Oberbürgermeister Dirk Elbers.
Anlässlich des ESC wird sich Düsseldorf in all seinen Facetten präsentieren. Schützen und Karnevalisten stellen das Brauchtum mit seinergesellschaftlichen Bedeutung seiner Musik und der bunten Lebensfreude
Taxiball 2011 (PR14.03)
Presseartikel 13.01.2011
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